Stellungnahme zu Aufgaben, Zielen und Organisationsform des Stadtmarketings

Als Aufgaben des Stadtmarketings werden genannt:

  • Veranstaltungsmanagement
  • Stadtwerbung und Image-Arbeit
  • Koordination und Verknüpfung der Interessensgruppen in der Stadtentwicklung
    und Verknüpfung zum Tourismusmarketing und Wirtschaftsförderung, konkrete Unterstützung des Citymanagements

Die von Seiten der Stadt organisierten Veranstaltungen haben sich sehr gut entwickelt und finden große Resonanz. Das trägt auch zur Stadtwerbung positiv bei. Der vom Landkreis begonnene Markenprozess heruntergebrochen auf die Stadt hat ebenso gut begonnen. Diese Arbeit muss jedoch dringend fortgesetzt werden. Das Image insbesondere als familienfreundliche Stadt mit reichem Schulangebot entwickelt sich gut dank dem konsequenten Ausbau der Kinderbetreuung und der Schulen. Im Bestreben der Verkehrsvermeidung gehören hierzu auch die Maßnahmen zur Schulwegsicherheit. Die Planungen zum Wohnen am Wiesengrund runden dieses Ziel ab und entsprechen auch den Forderungen der Wirtschaft. Diese von der Stadtplanung geleistete Arbeit könnte noch deutlicher hervorgehoben werden.

Die ureigene Arbeit des Stadtmarketings, die Verknüpfung der oben genannten Interessensgruppen muss verbessert werden. Gerade Gastronomie und Handel sind für die Attraktivität der Stadt – für ihre Aufenthaltsqualität und wirtschaftliche Entwicklung von großer Bedeutung. Deren Aktivitäten müssen unterstützt und vom Stadtmarketing gebündelt und verstärkt werden. Das darf nicht als Konkurrenz zu den eigenen Aktivitäten gesehen werden! Hier muss jeder Unternehmer von der Stadt noch viel mehr unterstützt werden. Es darf nicht an Wertschätzung für unternehmerisches Engagement mangeln.

Von der „Freundlichen Einkaufsstadt“ bis zum „Citymanagement“ gab es immer wieder hoffnungsvolle Neuanfänge und engagierte Akteure. Diese benötigen in besonderem Maße nicht nur die finanzielle Unterstützung, die ja auch von der Stadt erfolgt, sondern auch Manpower und positive Begleitung ihrer Aktivitäten, die beispielhaft hervorzuheben sind, wie die Bonus-Card und die Internetplattform www.sta-city.de!

Darüber hinaus sehen wir die Notwendigkeit, die Aufgabenstellung noch einmal schärfer zu
definieren und gegebenenfalls neu auf zu teilen. Gewerbe, Dienstleistungen und Handel erwirtschaften hohe Steuereinnahmen, die der Stadt die Möglichkeit geben, allen Bürgern eine gute Infrastruktur und hohe Lebensqualität bieten zu können.

Daher muss die Stadt auch die Gewerbetreibenden und Dienstleister und wie bisher die Händler (Cityinitiative) mit allen Kräften unterstützen und als unbürokratischer und unternehmerfreundlicher Partner stets erreichbar und ansprechbar sein.

Ziel 1: sowohl vorhandenes Gewerbe in Starnberg stärken, als auch Neuansiedlungen fördern und damit weitere Arbeitsplätze schaffen. D.h. die Entwicklung von Schorn muss zügig vorangehen. Parallel dazu sollte das Gebiet nördlich der Münchner Straße auf Grund der hohen Miet- und Bodenpreise Zug um Zug als Standort für Dienstleistungs-Unternehmen attraktiver entwickelt werden.

Ziel 2: der unvermindert hohe Kaufkraft-Abfluss muss gestoppt werden. Die Bevölkerung wächst, wir brauchen mehr Einzelhandel. Das ist nur mit einem vielfältigen und auch flächenmäßig größeren Angebot möglich, wie z.B. schon geplant am Standort Bahnhof Nord und im Süden an der Weilheimer-Straße. Auch die Innenstadt braucht größere Flächen. Darüber hinaus ist zwingend die Verbesserung der Aufenthaltsqualität des Bahnhofsplatzes, der Wittelsbacher- und Ludwig-Straße nach dem Vorbild der Maximilianstraße erforderlich.

Die Organisationsform ist hier zweitrangig, sie kann sicherlich wie bisher weiterbestehen. Wichtig ist, dass die Akteure in der Verwaltung und die der Wirtschaft sich auf Augenhöhe begegnen. Die Maßstäbe von Verwaltungshandeln und unternehmerischem Handeln sind nicht zwingend gleichzusetzen, der Staat gängelt mit ausuferndem Bürokratismus schon über die Maßen. Das Stadtmarketing muss daher unternehmerische Vorstellungen und Ziele noch mehr berücksichtigen.


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